,,Ein trauriger Engel” ist der Titel meines Gedichtes zum Thema Flüchtlinge.

Es gehört viel Mut dazu, seine Heimat zu verlassen. Sich auf den Weg zu machen in ein fremdes Land, dessen Sprache man nicht spricht. Wie gepeinigt und geknechtet müssen die Menschen sein, die alles zurück lassen. Da der Weg weit ist, nimmt man nur das mit, was man auch tragen kann und hofft auf die Barmherzigkeit der Menschen die man antrifft. Mit einem Rucksack voller Hoffnung in eine ungewisse Zukunft, würdest Du das wagen? Freunde zurücklassen, Eltern, Bekannte und Verwandte, Menschen die einem am Herzen liegen.

Uns geht es gut hier in Deutschland.

Wir leiden keinen Hunger, leben nicht in Angst, haben eine Arbeit, ein Einkommen, können uns was leisten. Unsere Kinder gehen zur Schule und können dass werden, was sie sich wünschen. Wir sind ganz schön verwöhnt und wissen oft nicht, wie das sich anfühlt, verfolgt zu werden, ständig Hunger zu haben, weil das Geld fehlt, kein Dach über dem Kopf zu haben…

Sind wir denn hilfsbereit?

Wir helfen mit Spenden. Dass ist zwar unpersönlich, macht uns aber weniger Angst. Eine Familie aufnehmen, so wie oft geschehen nach dem zweiten Weltkrieg, ist nicht unser Ding. Es würde uns in unserer Freiheit einschränken. Man müsste sich ja dann um die Familie kümmern. Die Berührungsängste sind groß, man kennt sich ja nicht. Vom Höhrensagen weiß man, andere Kulturen – andere Regeln, andere Sitten – andere Bräuche. Ist dies aber nicht auch eine Bereicherung, eine Möglichkeit etwas Neues kennen zu lernen? Wovor fürchten wir uns? Ich respektiere Dich, Du respektierst mich…das Prinziep der Menschlichkeit ist uralt und wir sind doch alle Menschen. oder etwa nicht? Jeder ist anders, was auch gut ist.  Es wäre doch langweilig, wären wir alle gleich. Die Menschlichkeit sollte an erster Stelle stehen, der Respekt für einander. Dann funktioniert es auch, wenn man die Sprache des anderen nicht spricht.

Ich wünsche mir, dass die Menschen mehr aufeinander zugehen, dass sie weniger Ängste haben, etwas Neues als eine Chance sehen, um zu Lernen, zu Verstehen und zu Erfahren, dass Hilfe niemals verkehrt sein kann. Wir sollten alle mutiger sein und ein Licht entzünden für die Freiheit und den Frieden in der Welt.

Euch eine mutige Zeit!

Eure Anke

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