Immer war sie für mich da, ist der Titel meines neuen Gedichtes zum Gedenken an meine verstorbene Mama.

Vor einem Jahr war sie noch da. Hatte zwar starke Schmerzen im rechten Bein, aber auch Hoffnung. Doch ihre Kraft reichte nicht aus, um das Martyrum im Krankenhaus durchzustehen. Sie musste wochenlang leiden und Schmerzen ohne Ende ertragen. Es war ein Segen, als sie erlöst und zu den Ahnen gehen durfte.

Es macht uns traurig, sie nicht mehr sehen, ihre Stimme nicht mehr hören zu können. Sie war ein so liebenswürdiger Mensch, viel zu gut für diese Welt.

Es ist schwer die Mutter zu verlieren, für jedes Kind. Ich habe diesen Schmerz bis heute noch nicht überwunden. Aber das Leben geht weiter. Sie hätte nicht gewollt, dass ich weine. Sie wollte immer, dass ich glücklich bin. Deshalb muss ich nun los lassen. Ich tue es, indem ich Gedichte schreibe wie dieses hier:

Immer war sie für mich da

Ich weiß, ich sollte glücklich sein. Sie war die allerbeste Mutter!

Nur kann ich’s nicht, auch nicht zum Schein, Ich fühle mich oft leer, allein!

Immer war sie für mich da! Immer war sie mir ganz nah!

Ich weiß, ich sollte dankbar sein für eine wunderbare Mutter.

Nur kann ich’s nicht und lass es sein. Ich fühle mich so sehr allein!

Immer war sie für mich da! Immer war sie mir ganz nah!

Zugehört hat sie mir immer, mich getröstet in der Not.

Mich umsorgt, wenn ich gebrechlich und geküsst die Tränen fort.

Immer war sie für mich da! Immer war sie mir ganz nah!

Als sie krank geworden war, stolz war ich, für sie zu sorgen. War ihr Anker in der Not, sorgte für ihr täglich Brot. War da, als ihr Körper starb, hab gebettet sie ins Grab.

Nun ist fast ein Jahr vergangen, seit sie von hier fort gegangen.

Meine Tränen fall’n noch immer und der Schmerz lässt mich nicht los.

Tränen schleifen den Diamanten wünderschön und riesengroß. Und er bricht das Licht so schön, wie es schöner nicht kann sein.

Strahl, oh edler Diamant, strahl hinfort den ganzen Schmerz und befreie nun mein Herz. Strahl hinauf bis zu dem Land, wo die Seele meiner Mutter.

Flüster ihr:

,,Hab tausend Dank für die Liebe, für die Zeit, für’s Vertrauen für die Güte, für den Glauben, für den Geist, für die Zuversicht und Treue, für das Glück und für den Schmerz.

Ruhe sanft lieb Mutterherz!”

Anke Krestel

Ich wünsche ALLEN, die einen lieben Menschen verloren haben, viel Kraft bei der Bewältigung des Verlustschmerzens.

Vielleicht hilft es Euch, alles was Euch bedrückt als Brief nieder zu schreiben und zu verbrennen.

Ich werde dieses Gedicht draußen in einer Schale verbrennen und als Gebet zum Himmel schicken.

Euch viel Kraft, eine wunderbare Zeit und Gottes Segen!

Wie geht Ihr mit der Trauer um? Was hilft Euch über diesen Schmerz hinweg? Wäre froh, wenn Ihr Euch meldet!

Eure Anke

 

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