Der Fuchs ist das Thema meiner heutigen Sprachfördereinheit.

Ich mag junge Füchse. Sie erinnern mich sehr an Kleinkinder, die ihre Umwelt entdecken möchten, aufmerksam, voller Elan und Tatendrang. In Geschichten ist der Fuchs schlau und hinterlistig. Natürliche Feinde hat er hierzulande kaum noch. Wölfe, Luchse, Uhus sind selten anzutreffen und so sind wir Menschen seine gefährlichsten Feinde. Der Fuchs wird meistens wegen seines Felles gejagt. Manchmal muss die Fuchspopulation auch dezimiert werden. Denn Füchse können gefährliche Krankheiten übertragen, wie die Tollwut oder den Fuchsbandwurm.

Wenn der Fuchs auf Jagd geht, bleiben die Jungtiere alleine zurück. Sie vertreiben sich die Zeit mit Spielen in der Nähe des Baus. Dieser bietet ihnen Sicherheit, wenn Gefahr droht. Füchse fressen Mäuse, Vögel, Käfer, schwache, kranke und tote Tiere. Ihr Fell hat eine schöne Färbung, nicht grau wie eine Maus, sondern meistens orange-braun-weiß-schwarz. Sie haben einen ausgeprägten Geruchs- und Gehörsinn.

Heute malen wir einen Fuchs an und gestalten den Hintergrund herbstlich.

Die folgende Vorlage wird mit Wasserfarben angemalt.:

Wir brauchen Orange, Weiß und Schwarz.

Jetzt fehlt noch der Hintergrund und der Kopf. Da wir Herbst haben, malen wir alles in orange, gelb, rot und grün an. Als Kopf benutzen wir ein gepresstes Ahornblatt. So könnte das fertige Bild aussehen:

Wenn man den Hintergrund in nur einer Farbe anmalt (z.B. rot, gelb, grün), kommt der Fuchs besser zur Geltung.

Wir spielen das Spiel:

,,Der Fuchs geht herum, drum dreht Euch nicht um. Sonst schlägt er Euch den Buckel krumm ...”.(Diese Worte werden wiederholt gesungen, bis das Taschentuch von dem Kind bemerkt wird, oder der Fuchs dem Kind auf den Rücken tippt).

Die Kinder (Jäger) bilden einen Kreis. Eines ist der Fuchs und läuft Außen um den Kreis herum mit einem Taschentuch in der Hand. Ist der Fuchs an einem vorbei gelaufen, darf man sich umdrehen. Er lässt das Taschentuch hinter einem Kind zu Boden sinken. Das Kind, hinter dem das Taschentuch liegt, muss sich umdrehen, es aufheben und versuchen den Fuchs zu berühren. Wenn dieser den leeren Platz im Kreis erreicht, ist er gerettet und der Jäger ist nun der Fuchs. Hat er es nicht geschafft und wurde von dem Jäger gefangen (mit der Hand berührt) muss er weiterhin der Fuchs bleiben. Der verträumte Jäger, der das Taschentuch hinter sich nicht bemerkt, wird durch’s Antippen zum Fuchs.

Nach dem Spiel begeben sich alle Kinder in die Märchenhöhle unter den Tisch. Dort lese ich den Kindern eine Fabel vor:

Der Fuchs und der Bock

Gefunden habe ich die Geschichte auf labbe.de.

Fuchs und Bock gingen an einem heißen Sommertag miteinander über die Felder, und der Durst quälte sie. Endlich kamen sie an einen Brunnen, doch es war kein Gefäß zum Wasserschöpfen da. Ohne zu zögern sprangen beide in den Brunnen und stillten ihren Durst. Nun erst begann der Bock umherzuschauen, wie er wieder herauskommen könnte. Der Fuchs beruhigte ihn und rief: “Nur Mut, mein Freund! Ich weiß einen Rat, der uns beide retten kann. Stelle dich auf deine Hinterbeine, stemme die Vorderbeine gegen die Wand und recke den Kopf weit in die Höhe. So kann ich leicht von deinem Rücken hinausspringen und auch dich retten!”

Der Bock tat alles ganz willig. Mit einem Sprung war der Fuchs gerettet und verspottete nun den Bock voll Schadenfreude. Dieser aber beschuldigte den Fuchs mit Recht der Treulosigkeit.

Dann nahm der Fuchs aber Abschied und sagte: “Ich sehe keinen Ausweg zu deiner Rettung, mein Freund! Höre aber zum Dank meine Ansicht: Hättest du so viel Verstand gehabt wie Haare im Bart, so wärest du nie in diesen Brunnen gestiegen. Du hättest vorher bedenken sollen, wie du wieder herauskommst!”

Ich frage die Kinder: ,,Wie hat Euch die Geschichte gefallen? War es klug von den Tieren in den Brunnen zu springen? Der Fuchs hat sich mit einer List gerettet. Findet ihr es gut, dass er nun den Bock auslacht? Wie hätte er sich verhalten sollen? Ist er ein guter Freund?…”

Wer möchte kann Schilder für die Geschichte basteln, z.B. mit einem Fuchs, einem Bock, einem Brunnen etc. und sie an die Kinder verteilen. Jedesmal wenn sie das Wort in der Geschichte hören, sollen sie die Schilder hoch heben.

Ich wünsche Euch eine wundervolle Zeit, viel Spaß beim Malen, Singen und Spielen mit den Kindern!

Eure Anke

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