Lasst uns einen Schneemann bauen!

Wie gerne würden die Kinder im Garten einen Schneemann bauen. Leider fehlt ihnen aber der Schnee. Darum werden wir es schneien lassen, wenn auch nur auf dem Papier. Nichts kann uns mehr aufhalten einen Schneemann zu bauen. Wir haben genug Papier da. Etwas Bastelkleber und Rasierschaum brauchen wir noch und blaue Farbe für den Hintergrund. Die Kinder freuen sich schon und sind ganz aufgeregt. Wie wird sich unser Schnee anfühlen? Ist er auch so kalt wie der echte Schnee?

Bevor wir starten, wollen wir uns musikalisch darauf einstimmen. Wir singen:

Es schneit …. Musik und Songtext von Rolf Zuckowski

Video auf youtube

Es schneit

(Musik und Text: Rolf Zuckowski)

Es schneit! Es schneit!

Kommt alle aus dem Haus!

Die Welt, die Welt

sieht wie gepudert aus.

Es schneit! Es schneit!

Das müsst ihr einfach sehn!

Kommt mit! Kommt mit!

Wir wollen rodeln gehn.

Wir laufen durch die weiße Pracht
und machen eine Schneeballschlacht,
aber bitte nicht mitten ins Gesicht!


Es schneit…


Wir holen unsre Schlitten ‘raus
und laufen in den Wald hinaus
und dann bauen wir den Schneemann
vor der Tür.


Es schneit…

Aus grau wird weiß,
aus laut wird leis’,
die Welt wird zugedeckt
und von der Frühlingssonne
wird sie wieder aufgeweckt.

Es schneit…

Nach dem Lied, wollen wir kreativ werden.

Eine Winterlandschaft muss her. Natürlich mit einem schönen Schneemann.

Wir mischen 1 Teil Bastelkleber (Leim) mit 4 Teilen Rasierschaum gut durch. Dann bemalen wir ein blaues, rotes oder grünes Blatt Papier mit dem selbst hergestellten Schnee. Die Kinder sind voller Begeisterung dabei. Sie malen mit Pinsel und Finger und wollen überhaupt nicht mehr aufhören. Der Schnee fühlt sich einfach toll an. Nicht kalt wie der echte Schnee, sondern schön cremig. Alle sind gespannt, wie das Bild nach dem Trocknen aussieht.

Jetzt ist es Zeit für eine kleine Geschichte:

Der Schneetraum

Ich will Schnee haben“, sagte das Kind zum Mond.
„Dann mal dir doch den Schnee!“, erwiderte der Mond.
Da malte das Kind ein Bild von einer schneeweißen Wiese und vielen Schneeflocken, die wild vom Himmel purzelten.
Und in der Nacht träumte es von ganz viel Schnee.
Ganz viel Schnee sah es auch, als es am nächsten Morgen aus dem Fenster sah. Die Flocken wirbelten wild vom Himmel wie auf dem Bild, das es gemalt hatte.
Den ganzen Tag schneite es so dicht, dass Schlitten fahren keinen Spaß machte.


„Hey, Mond!“, rief das Kind am Abend.

„Ich will, dass es morgen nicht mehr schneit. Hörst du?“
„Ich höre“, rief der Mond mit dumpfer Stimme hinter den Schneewolken hervor. „Radiere einfach die Schneeflocken auf deinem Bild aus.“
Das Kind lachte und malte ein neues Bild ohne Flockenwirbel.
Gespannt blickte es am nächsten Morgen aus dem Fenster.
Der Mond hatte Recht gehabt: Dicke Wolken hingen über dem Land, der Schneefall aber hatte aufgehört.
„Toll!“, rief das Kind. „Heute kann ich rodeln, einen Schneemann bauen und eine Schneeballschlacht machen.“ Es hatte noch viele Ideen.
Draußen aber war es so kalt, dass es keinen Spaß machte, im Schnee zu spielen.

„Du bist gemein“, maulte das Kind abends den Mond an.

Der mochte dieses Geschimpfe nicht leiden und brummte:
„Wenn du vergisst, Sonne und blauen Himmel zu zeichnen, kann ich dir auch nicht helfen. Und nun störe mich nicht länger!“
Das Kind lachte. So etwas aber auch. Wie konnte es die Sonne vergessen?
Wieder malte es ein Bild mit einer lachenden Sonne, die auf die Schneelandschaft herabstrahlte.
In der Nacht aber hatte es einen dummen Traum: Die Sonne nämlich strahlte so heiß vom Himmel, dass der schöne Schnee flugs wegschmolz.
Erschrocken wachte das Kind auf und rannte zum Fenster. Draußen sah es eine regennasse Landschaft mit dicken, graugelben Wolken, die dicht über den Dächern hingen.

Das Kind war enttäuscht.

Hatte es die Gespräche mit dem Mond nur geträumt?
Da tanzte auf einmal eine Schneeflocke am Fenster vorbei. Ihr folgten weitere, und nach wenigen Minuten wirbelten tausend und mehr Schneeflocken vom Himmel.
Das Kind jubelte. „Juchhu! Es schneit!“
Es ging zum Tisch, und dort lag das Bild aus dem Schneetraum mit einem Schneehügel, mit Sonne, blauem Himmel und vielen Kindern, die rodelten, Schneemänner bauten und sich mit Schneebällen bewarfen.

© Elke Bräunling

Hier der Link zu Elkes Kindergeschichte….Der Schneetraum

Vielleicht schneit es bald nicht nur auf unserem Papier und wir können zuschauen wie die schönen Eiskristalle in der Hand schmelzen und zu Wasser werden. Vielleicht schneit es auch so viel, dass wir einen großen Schneemann bauen und Schneeballschlacht spielen können. Wir sollten die Nacht abwarten und sehen was am Morgen passiert.

Lasst Euch einfach verzaubern von Euren Wünschen! Denn manchmal werden sie wahr.

Eure Anke

Vorlage liegender Schneemann:

Die Bilder sind noch nicht ganz fertig. So haben die Kinder heute gemalt:

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